Mit Verstorbenen reden
Wie funktioniert das Ganze?
Mit Verstorbenen zu kommunizieren ist nicht so einfach, wie mit jemandem am Telefon zu reden. Es ist auch nicht wie eine Fremdsprache zu lernen. Alles läuft nonverbal und energetisch ab, z.B. via Bilder, Gedanken und Gefühle. Man sieht die Verstorbenen, fühlt oder hört sie. Manchmal riecht man sie auch, z.B. Rauch, wenn jemand stark geraucht hat. Oder man schmeckt Erdbeeren-Duft, wenn z.B. jemand Erdbeeren fürs Leben gerne hatte.
Es braucht viel Konzentration in der Verbindung zum Verstorbenen zu bleiben, denn sobald der Kopf mit Analysieren, Zweifeln und Interpretieren dazwischen kommt, ist die geistige Verbindung quasi unterbrochen. Ausserdem braucht es Vertrauen in die geistige Welt und in sich als Medium, da es immer wieder vorkommen kann, dass etwas falsch übersetzt wird und der Klient den Verstorbenen so nicht klar identifizieren kann.
Das nötige Fundament eines Gesprächs mit Verstorbenen ist die langjährige und nie endende Arbeit des Mediums an sich selber. In diesem Prozess wird die eigene Medialität zur inneren Einstellung gegenüber allem Leben. Öffnung geschieht. Das Geistige wird nicht mehr länger ignoriert – sondern gelebt. Die Schule des Lebens geht Hand in Hand mit dem jahrelangen, ernsthaften Schulen der Kommunikation mit der Geistigen Welt. Ein seriöses Medium hat nie ausgelernt oder anders ausgedrückt, ein Medium ist nur so gut, wie die letzte Sitzung war.
Ebenso braucht es eine offene Haltung des Klienten, da sich die Verstorbenen von sich aus melden. Das heisst ein Gespräch zu jemandem Bestimmten in der geistigen Welt kann nicht vom Klienten bzw. vom Medium erzwungen werden. Es kann also sein, dass sich jemand unerwartet meldet und etwas mitteilen möchte. Mit einer offenen Haltung des Klienten kann dies geschehen.